Heidemarie*, KGE und Elsa Kreuzmann

Nach einer merkwürdig unruhigen Nacht laufe ich um 8 Uhr 55 vorsichtig los. Schnell komme ich außer Atem, gehe ein paar Schritte, laufe langsam weiter. Ich will ein wenig angewärmt, auf Puls sein, bevor ich an der Holzbaracke am großen Teich ankomme. Denn heute treffe ich zum zweiten Mal meine persönliche Trainerin Heidemarie* (*Name geändert). Sie macht an einer Parkbank Kräftigungsübungen. Mit strahlenden Gesicht begrüßt sie mich in der bereits wärmenden Herbstsonne. Wir geben uns die Hand und traben los.
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Who the fuck needs politics

Ein bißchen quäle ich mich schon zu diesem Familiennachmittag in der Brüderkirche. Es ist eine wunderschöne Kirche, im Inneren fast rund, große Orgel, die auch Max Reger gut abbilden kann. Hier haben wir demonstriert gegen Thügida, haben gefroren, bei 7° Celsius stundenlang geprobt. Rachelle schlief alle 3 Minuten ein, so kalt war es. Familiennachmittag – der Kandidat von Bündnis 90 / Die Grünen (also ich) lässt sich sehen, , wie auch der der Linken. Der von der CDU wird durch den OB vertreten. Gegen 15 Uhr gehe ich hin.
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Mein Name ist …

Der Wahlkampf fängt an, mich zu erfassen. Ich fange an, es zu lernen, kenne das ja nur aus amerikanischen Filmen. Oder als Wähler, wenn ich zufällig an einem Stand vorbei komme. Ich war am Samstag in der Känguruhschule. Eine freie Grundschule, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feiert. Mein Freund Johnny Lamprecht hat mir 50 kleine Trommeln geliehen und ich gebe einen Trommelworkshop für Kinder. Natürlich habe ich das noch nie gemacht, aber ich habe immerhin das erste interaktive Trommelmusical, „Die Zaubertrommel“, inszeniert und habe mehrere Jahre Trommelerfahrung. Es ist leicht. Trommeln funktionieren prima. Man haut rein und mit ein wenig Disziplin entsteht Musik und Gemeinschaftsinn.
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Umgang mit einem Neonazi und Reichsbürger

Es gibt Erlebnisse, die sind so überraschend, so gut und lehrreich, daß ich sie verdutzt und beglückt gleichermaßen erlebe.

Sommer 2019 in Kisslegg im Allgäu. Ich treffe mich mit einem Freund in einer Kneipe, die früher mal Treffpunkt war für die halbe Gemeinde. Generationen saßen zusammen, es wurde Bier getrunken, zu essen gabe es Dünnele und belegte Seelen, sogar warm. Keine Sperrstunde. Oh schöne Zeit, wo voller Geigen der Himmel hing
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