Um sechse isch over …

Heute wird gewählt. Viele haben es schon per Briefwahl gemacht. Das erzählen Sie mir ganz erleichtert, wenn ich Ihnen einen Flyer andrehen will, dann müssen sie ihn nicht nehmen.

Der Wahlkampf ist vorbei. Zwei Monate habe ich intensiv daran gearbeitet. Mit tollen Leuten. Ohne Chance. Das wurde mir in den letzten Tagen wieder bewußt, nachdem ich es eine ganze Zeitlang ganz nach hinten gedrängt hatte.
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Das Wunder von Altenburg

Meine letzte Kolumne vor der Wahl in der rechtsgerichteten Werbezeitung „Kurier“

Ein alter Mann mit weißen Bart saß auf einer Bank unter der noch jungen Eiche auf dem Altenburger Markt. Ein lustiger Kreis von jungen Buchen, Platanen und Birken sowie ein Ginko umgaben ihn. Er summte leise vor sich hin, die Augen geschlossen, die Oktobersonne vergoldete sein Gesicht.
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Bernd Höcke in Meuselwitz

Ich bin spät dran. Ich hatte es den jungen Kollegen von SOLID (der Jugend von: die Linke) versprochen. Am 10. Oktober ist der „Familientag“ der AfD in Meuselwitz. Familientag nennt die AfD ihre Wahlkampfveranstaltungen.

Es interessiert mich, denn ihr Guru Höcke kommt. Björn Höcke ist ein Mann, den ich auch persönlich ablehne, zu dem ich ein Verhältnis habe. Andere wie Gauland oder Weidel oder Meuthen beobachte ich, studiere ich, um zu verstehen, was und warum es passiert. Ich bin frustriert und fasziniert von der sagenhaften Unverschämtheit, von der skrupellosen Intelligenz mit der die AfD alle Erkenntnisse der Linguistik, des Marketing, der Propaganda benutzt, um Meinungsführerschaft zu bekommen.
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Die Mühen der Ebene

Cem (Özdemir) kommt. Katrin (GE) kommt. Toni (Hofreiter) kommt. Reinhard (Büttighofer) kommt. Ebenso kommen Dirk (Adams) und Anja (Siegmund). Sie werden „vor Ort“ sein. Sich „den Fragen der Bürger stellen“. Townhall Format (Stuhlkreis heißt es in den Kitas). Soviel Prominenz. Soviel wie nie. Trotzdem. Annalena (Baerbock) kommt nicht. Robert (Habeck) kommt nicht. Schon sind wieder welche enttäuscht. Dennoch ist das „ganz großartig“, dieser „unermüdliche Einsatz“ für „unsere Sache“. Soviel Prominenz war noch nie.
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Heidemarie*, KGE und Elsa Kreuzmann

Nach einer merkwürdig unruhigen Nacht laufe ich um 8 Uhr 55 vorsichtig los. Schnell komme ich außer Atem, gehe ein paar Schritte, laufe langsam weiter. Ich will ein wenig angewärmt, auf Puls sein, bevor ich an der Holzbaracke am großen Teich ankomme. Denn heute treffe ich zum zweiten Mal meine persönliche Trainerin Heidemarie* (*Name geändert). Sie macht an einer Parkbank Kräftigungsübungen. Mit strahlenden Gesicht begrüßt sie mich in der bereits wärmenden Herbstsonne. Wir geben uns die Hand und traben los.
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Mein Name ist …

Der Wahlkampf fängt an, mich zu erfassen. Ich fange an, es zu lernen, kenne das ja nur aus amerikanischen Filmen. Oder als Wähler, wenn ich zufällig an einem Stand vorbei komme. Ich war am Samstag in der Känguruhschule. Eine freie Grundschule, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feiert. Mein Freund Johnny Lamprecht hat mir 50 kleine Trommeln geliehen und ich gebe einen Trommelworkshop für Kinder. Natürlich habe ich das noch nie gemacht, aber ich habe immerhin das erste interaktive Trommelmusical, „Die Zaubertrommel“, inszeniert und habe mehrere Jahre Trommelerfahrung. Es ist leicht. Trommeln funktionieren prima. Man haut rein und mit ein wenig Disziplin entsteht Musik und Gemeinschaftsinn.
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